Von Sabrina Neu auf Montag, 02. Januar 2023
Kategorie: Uncategorized

Verbundenheit - Konflikte lösen innerhalb der Familie

Verbundenheit, Liebe und (innerer) Frieden

Konflikte lösen in der Familie

Haltung macht Handlung und Handlung macht Alltag

Bei Konflikten in Familien geht es zumeist darum, dass die Kinder etwas tun oder nicht tun und die Eltern etwas unternehmen möchten, dass die Kinder eben genau dies nicht tun oder tun.

Das Verhalten des Kindes wird in solch einem Moment versucht zu ändern, weil es

-Anstrengend ist

-Unpassend in diesem Moment

-Zu Konflikten führt

-Gesellschaftlich nicht anerkannt ist

Daraufhin gehen die Eltern in eine Haltung, die darauf ausgerichtet ist, dass Kind zu ändern um das (von ihnen) gewünschte Verhalten an den Tag zu legen. Und genau hier wird das eigentliche Bedürfnis und der Grund eines jeden Verhaltens des Kindes nicht gesehen und übergangen

Es ist mit Weitblick betrachtet sinnlos, unerwünschte Verhaltensmuster eines Kindes abzulehnen, denn so erkennen wir als Eltern die „versteckten" Bedürfnisse unserer Kinder nicht, welche hinter unerwünschtem Verhalten liegen.

„Merkwürdiges" Verhalten zieht immer Aufmerksamkeit auf sich, da das dahinterliegende Bedürfnis so lange schreit, bis es erfüllt ist.

Denn wie wir aus dem Kundalini Yoga wissen, machen sich unbefriedigte Bedürfnisse durch negative Gefühle bemerkbar und befriedigte Bedürfnisse durch positive Gefühle.

So ist es doch durchaus verständlich, dass auch Kinder negative Gefühle nicht fühlen wollen sondern sie durch handeln loswerden möchte.

Dieses handeln findet unbewusst statt um innere Defizite auszugleichen.

Hier möchte ich kurz darauf eingehen, dass Kinder im Kleinkindalter auf die Co Regulation der Eltern angewiesen sind.

Und wenn wir als Eltern uns selbst nicht gut regulieren können, sondern zu Co Regulatoren im außen greifen wie z.B. das Feierabend Bier, das viele Handyscrollen, Ablenkungen. Workaholic o.ä., lernen unsere Kinder nicht, wie sie mit ihren Gefühlen, Emotionen und Bedürfnissen gut nach außen treten können.

Wie reagieren wir als Eltern auf Stressfaktoren in der Familie?
Hier kann die Frage entstehen, wie war das Stressmanagement in deiner eigenen Herkunftsfamilie?

Break the cycle

Bindungstrauma & Stresstoleranz

Wie groß ist dein window of tolerance?
Wie schnell fliegst du aus deinem Fenster der Toleranz raus? Durch Stress, Trigger o.ä.

Wenn in frühen Kindheitsjahren z.B. ein Bindungstrauma entsteht, sind wir darauf ausgerichtet, Überlebensstrategien zu entwickeln.
Diese stets aufrecht zu erhalten, verhindert, dass du als ErwachseneR deine Bedürfnisse und dein Potenzial erkennst und lebst.
Denn du wendest deine ganze Energie stets dafür auf, zu „Überleben" statt zu Leben.
Dies führt schon in der Kindheit zu einer geringen Stresstoleranz.
Und als Eltern können wir die Gefühle und Emotionen unsere Kinder nicht gut regulieren, weil sie die eigenen ungeheilten Anteile in uns antriggern.

Je geringer deine Stresstoleranz ist und deine Selbstregulation desto mehr brauchst du KompensationsStrategien. Zb Süchte.
Die Substanz ist dann der Co Regulator.


Dein verstecktes Selbst hat die Gabe, gesunde Impulse in dir zu unterdrücken.
Wut, klare Grenzen, Angst… das können sogenannte täterloyale Anteile sein.

Täterloyale Anteile entstehen oft in der Kindheit & sind darauf ausgerichtet, die Bindung zu einer Bindungsperson aufrecht zu erhalten. Als Kind sind wir auf diese Bindung angewiesen und tun alles dafür, die Zugehörigkeit aufrecht zu erhalten.

Sie hüten eine Scheinharmonie, auf die man als Kind angewiesen ist.

Wenn es darum geht, Konflikte in der Familie zu lösen geht es also immer erst mal darum, dich selbst zu entdecken, mit all deinen Wunden und Stressmustern. Denn auch DEIN verstecktes Selbst war einmal rettend und hatte seinen Sinn. Es ist zum Schutz entstanden. Und nun dürfen wir sanft schauen, welche Anteile im Gegenüber schützend sind und wie wir sie mit Achtsamkeit, Liebe und Verbundenheit begleiten können.

Es bringt wenig, wenn wir als Erwachsene das Verhalten unseres Kindes merkwürdig finden oder es ablehnen und anderes Verhalten einfordern.

Ich denke, es geht darum, dass wir als Elternteil in die Verantwortung gehen für das Geschehene und Gelebte. Für den Konflikt. Und gemeinsam mit den Kindern die Ursache, die dem Verhalten zu Grunde liegt, zu erforschen und zu lösen.

Und Verantwortung bedeutet nicht Schuld

Schuld trennt – Verantwortung verbindet

Es geht nicht darum, die Handlung zu verändern, sondern die Ursache zu erkennen und zu lösen.

Nicht schimpfen, drohen, verändern, bestrafen und manipulieren hilft – einzig eine wahre Verbindung herstellen und erkennen, warum dein Kind wie handelt.

Unsere Kinder dürfen von uns lernen – Gefühle sind zum Fühlen da.

annehmen ist weniger unangenehm als dagegen anzukämpfen.

Wieviel von dem, was du gerade fühlst, stammt wirklich aus diesem Moment?

Ein Gefühl ist eine verstandene Emotion und hier ist das tiefe erkennen der eigenen Gefühle, Emotionen und Ressourcen die Basis für ein bewusstes Miteinander in der Familie

Beziehung statt Erziehung – Erziehung ist Beispiel und Liebe 

Ram Jiwan Kaur ist Mutter von vier Kindern, erfolgreiche Yogalehrerin & Ausbilderin in Stufe 1, Koordinatorin Stufe 1, Stufe 2 & Dharmatrainig sowie Ayurveda Coach, Krisen & Sterbebegleiterin & Klangschalentherapeutin.
Sie leitet jährlich mehrere Yogaretreats in Kroatien und anderen Ländern, bietet 1:1 Coachings an, Yogakurse & Workshops

Kommentare hinterlassen